Das Mundstück

Das Mundstück entscheidet meist darüber ob ein Pfeifenraucher mit seiner Neuerwerbung rundum zufrieden ist. Da jeder Mensch andere Rauchgewohnheiten, Vorlieben, Zahnstellung usw. hat, kann ein Mundstück eigentlich nur auf eine Person angepasst werden.

Abgesehen von den Materialqualitäten ( z.B. geringer Schwefelanteil bei Kautschuk) entscheiden viele Details über das Mundstück. Daher fertige ich ausschließlich Mundstücke von Hand (handcut)

Besonders wichtig ist für mich das Innenleben des Mundstücks um Verwirbelungen und Kondensat zu reduzieren. Meine Mundstücke werden mit 4 mm bis zur Auffächerung gebohrt. Die Auffächerung ist sehr tief (2,5 cm) um optimale Strömungsverhältnisse zu garantieren. Die Mundstücke werden innen gefeilt und geschliffen, bis keine Bohrstufen mehr vorhanden sind um Kondensat zu vermeiden. Auch flauschige Pfeifenreiniger können in das Mundstück eingeführt werden.

Der Bissbereich wird meist mit 3,7 mm Materialstärke gefertigt.

Ich verwende als Zapfenmaterial Teflon, da dieses bruchsicher und thermisch stabil ist. Direkt aus dem Material (Kautschuk / Acryl) gedrehte Zapfen brechen leicht ab und verändern unter Wärme ihre Form, was zu schwer oder zu leicht gängigen Mundstücken führen kann.

Die Zapfen weisen starke Phasen auf und sind gleichlang wie das Zapfenloch, um für gute Strömungsverhältnisse zu sorgen.

Nachfolgend sehen Sie typische Arbeitsschritte (chronologisch).


1. Ausgangsmaterial: Kautschuk und Acrylstangen

 


2. Fräsen des Bissschlitz

 


3. Auffächerung

 


4. Feilen

 


5. Schleifen

 


6. Teflon Zapfen mit 4 mm Bohrung und starker Phase

 


7. Kontrolle : Es dürfen keine Bohrstufen sichtbar sein

 


8. Formung des Bissbereichs

 


9. Überprüfung der Bissstärke

 


10. Mundstückgravur